Mit progressiver Muskelentspannung zur Ruhe kommen

Wissenschaftlich anerkannt, messbar und bewährt

Ob das Programm hält, was es verspricht: eine einfache und leicht erlernbare Entspannungsmethode? Noch dazu ist das Training gemütlich und soll trotzdem gegen innere Unruhe, Anspannung, Schlafstörungen und bei Erschöpfungszuständen helfen? Klingt zu schön, um war zu sein - doch schauen wir uns die PME (Progressive Muskelentspannung) oder PMR (Progressive Muskel Relaxation), wie sie auch genannt wird, einmal genauer an. 

 

Der Ablauf:

Bei einer Trainingsstunde, die meist 60 Minuten dauert, gibt es von der Trainerin Informationen zur Entstehung von Stress und zu Entspannung. Nach dem kurzen Input folgt das eigentliche Training der Methode, üblicherweise im Sitzen, manchmal auch im Liegen und gegen Ende des Kurses wird die Methode sogar im Stehen praktiziert. Das Training ist tatsächlich gar nicht anstrengend und teilweise so entspannend, dass einige Teilnehmende beim Training schon eingeschlafen sind.

 

Nach Anweisung der Trainerin werden bestimmte Muskelgruppen angespannt, kurz gehalten und dann wieder gezielt losgelassen. Die Entspannung der Muskulatur unterhalb der Grundspannung bewirkt, dass auch der Geist eine wohltuende Entspannung erfährt. Durch die regelmäßige Praxis lernen Körper und Geist die Abläufe, so dass man bald in der Lage ist, die Methode zu verkürzen und sogar als Schnellentspannung im Stand in einer akuten Stresssituation erfolgreich anzuwenden.

 

Die Wirkung: 

Die Wirkung der progressiven Muskelentspannung  ist wissenschaftlich erforscht und erwiesen. Sie reduziert nachweislich die Oberflächenspannung der Haut, senkt den Blutdruck, reduziert die Schlagzahl des Pulses und im EEG zeigen sich mehr Alphawellen, die Zeichen einer ruhigen Aufnahmefähigkeit des Gehirns sind. 

 

Der Ursprung:

Die progressive Muskelentspannung wurde ursprünglich von dem amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson im letzten Jahrhundert entwickelt. Damals bestand die Methode noch aus 50 Trainingseinheiten und war sehr aufwändig. Im Laufe der Zeit wurde sie weiterentwickelt, so dass sich das heute angewandte Verfahren mit 10 Trainingseinheiten, welches auf Bernstein & Borkovec zurückgeht, mehr und mehr durchgesetzt hat.

 

Für wen ist die Methode geeignet:

Die PME wird im Therapiebereich bei bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie auch in der Prävention eingesetzt. Das Verfahren nach Bernstein & Borkovec ist eine wirkungsvolle Entspannungsmethode, die einfach zu lernen und im Sitzen, im Liegen und sogar im Stehen durchzuführen ist. Sie ist für Alt und Jung geeignet, auch dann, wenn andere Entspannungsmethoden bisher nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, z. B. weil es den Teilnehmenden nicht leicht fällt, zum Entspannen einfach nur "ruhig dazuliegen".

 

Für wen ist die Methode nicht geeignet:

Falls Sie schwanger sind, an starkem Asthma, extrem hohem oder extrem niedrigem Blutdruck, Epilepsie oder einer akuten Depression leiden, fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob die PME für Sie geeignet ist.

Ein Sessel steht vor einem Bücherregal, davor Kerzen und gelbe Tulpen in einer Vase
So schön kann Training sein!

Haben Sie schon eigene Erfahrungen mit Progressiver Muskelentspannung gemacht? Ich beantworte Ihre Fragen auch gerne über das Kontaktformular.

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